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Das Grüne Sortenbuch
Die 3. Neue Auflage des "Grünen Sortenbuchs" gewinnt an Aktualität und Aussagekraft durch:
- - insgesamt: 700 Illustrationen
- - davon neu: 211 Illustrationen
- - neu aufgeführte Pflanzen, inkl. eigene Neuzüchtungen: 262
- - Laub- und Nadelgehölzsorten: 1.182
- - Rosensorten: 134
- - Rhododendron- / Azaleensorten: 145
- - Stauden: 495
- - Obstsorten: 225
Hiermit steht für Planer und Verwender ein auf den aktuellsten Stand gebrachtes Sortiment mit unzähligen Informationen und Empfehlungen sowohl für die Begrünung im städtischen Bereich wie auch in der freien Landschaft zur Verfügung.
Die detaillierten Pflanzenbeschreibungen vermitteln in komprimierter Form notwendiges Wissen und nützliche Erfahrungen für den Planer.
Die Illustrationen der Wuchsformen, verbunden mit leicht verständlichen Maßstab-Symbolen sollen dabei helfen, die passende Pflanze für den entsprechenden Standort zu finden.
Bäume bilden in unserem "Grünen Sortenbuch" wie auch in unserem Baumschulbetrieb einen Schwerpunkt.
Die hier aufgeführte Sortimentsbreite ist in dieser Form bisher noch nicht erschienen.
Das Gehölzsortiment ist nur in Laub- und Nadelhölzer untergliedert; Kletterpflanzen und Rosen sind innerhalb der Laubgehölze eingeordnet. Die Bereiche Stauden und Obst werden im Anhang gesondert behandelt. Die Stauden- und Obstsortimente sind nach neuesten Kriterien hinsichtlich
Robustheit und Sortenneuheiten aufgestellt worden. Alle Rosensorten sind alphabetisch aufgelistet; Verwendungsspalten weisen auf den Mehrfachnutzen vieler Sorten hin. Analog zu den Rosen findet der Verwender in den Obsttabellen detaillierte Nutzungsvermerke.
Für Rhododendren und Azaleen wurde ein einheitliches System geschaffen, das Blühzeitvergleiche zwischen beiden Gruppen ermöglicht. Der Planer kann somit alle Arten und Sorten in ihrem Blühverhalten untereinander abstimmen.
Nachfolgend sind zur Beschreibungsstruktur erläuternde Hinweise gegeben.
Der Aufbau
Gattungseinleitungen
Artenreiche Gattungen beginnen zumeist mit einer Gattungseinleitung. Diese artenübergreifenden Einstimmungen sind gefüllt mit Hinweisen zur Namensherkunft, kulturgeschichtlichen Aspekten und wissenswerten Details. Ist eine bedeutsame Gattung nur mit einer Art oder wenigen Spezies vertreten, sind diese Informationen direkt in die Artbeschreibung eingeflossen.
Gestalt/Natur
Unter diesem Stichpunkt sind Wuchs und Merkmale der Art oder Sorte beschrieben. Bei den Bäumen basieren die Wuchsformprofile auf einem Grundaufbau, der das Ergebnis vielerlei termingerecht und ordentlich ausgeführter Kulturmaßnahmen, z. B. Stäben und Schneiden ist. Ohne diese Maßnahmen kann das Wuchsbild von der gegebenen Beschreibung abweichen.
Stammverlängerung reicht bis in die Krone bedeutet, das diese ohne weitere Behandlung mit zunehmendem Alter ihren Leitcharakter verliert. Eine Stammverlängerung bis weit in die Krone erfüllt die Forderung nach einem Lichtraumprofil. Geht der Stamm bis zum Wipfel, ist er gerade und zwar ohne menschlichen Eingriff.
Kleine Bäume werden bis 8, mittelhohe 8 bis 16 und große über 16 Meter hoch. Dabei können altgewordene Exemplare diese Angaben überschreiten.
Standort
Die Angaben zum Standort sind auf einen mittleren Wert bezogen, also weder ideal noch extrem. Daher haben wir auf den Hinweis eines absoluten pH-Wertes verzichtet. Der Planer findet daher Hinweise wie Kalk liebend und Kalk meidend.
Die für die Güte eines Standortes Ausschlag gebenden Faktoren wie Feuchte, Nährstoffe, Licht und Wärme bedingen sich gegenseitig, so dass z. B. ein wärmerer Standort unter Umständen Nährstoffe früher erschöpfen kann. Gleiches gilt für Kalk, Humus usw.
Hinweise zur Heimat finden sich nur bei ausführlich beschriebenen Arten oder dort, wo das Wissen über den Heimatstandort für die Verwendung von spezieller Bedeutung ist.
Verwendung/Kultur
Im Vordergrund steht an dieser Stelle der Beschreibung jeweils der Nutzen der Art oder Sorte. Welche Gründe machen sie unverzichtbar, unersetzlich? Warum ist sie Teil des Sortiments? Dem Nutzen folgt die Darlegung der Verwendungsmöglichkeiten, vor allem im städtischen Grün. Hinweise auf eine Verwendung in Trögen und Kübeln setzen für ein mehrjähriges Wachstum und
begrenztes Überwinterungsrisiko ausreichende Volumina voraus. Großkübel gewährleisten hinsichtlich Bodentemperatur und -feuchte ähnliche Bedingungen wie in der Natur.
Ökologie
Der Bereich Ökologie bietet bei vielen der beschriebenen Gehölze Einblicke in die Beziehungen zwischen Pflanze und Umwelt. Die Hinweise umfassen die Nutzung bestimmter Pflanzenteile durch den Menschen und die Bedeutung für die Tierwelt. Die Aufzählungen der Tierarten erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Hierzu scheinen folgende Begriffserläuterungen hilfreich:
- - Bienenweide, Bienennährgehölz, Trachtpflanze: Diese Begriffe kommen bei Pflanzen zum Tragen, die einerseits Grundstoffe für die Honigentstehung (meist als Nektar) und andererseits Nahrung (meist als Pollen) für Bienen und andere Insekten bereitstellen. Diese Tiere nutzen die Tracht entweder als Blüten- und Blatthonig (Honigtau).
- - Vogelnährgehölz: Die Beeren der Gehölze stellen zumeist die verlockendsten Anreize für die Vogelwelt dar. Dabei ist nicht nur die Anzahl der Vogelarten, die die jeweiligen Früchte annehmen
entscheidend, sondern auch, ob es sich dabei um besonders seltene bzw. bedrohte Vogelarten handelt. - - Äsungsgehölz: Die positive oder negative Bewertung der Eigenschaften von bestimmten Gehölzen, Wild zum Verbiss anzulocken, bleibt immer subjektiv und muss verwendungsbezogen mit in die Planung eingehen. Unbestritten ist der hohe ökologische Wert der Äsung von Trieben, Knospen, Blättern und Früchten für Hirsche, Rehe, Hasen und anderes Wild.
Datei
Die Datei ist praktisch die Kennkarte der jeweiligen Art bzw. Sorte und dient als Orientierungshilfe. Sie beschreibt in kurzen Stichworten die wichtigsten Eigenschaften und Ansprüche hinsichtlich Wuchs, Laub, Blüte, Frucht und Standort. Zusätzlich weist die Datei auf eventuelle Besonderheiten
einer Pflanze hin.
Die Dateien sind grau hinterlegt und finden sich auch in unserem "Elektronischen Pflanzenkatalog".

